Augenlasern bei Diabetes-Patienten – 6 Voraussetzungen

Eine Augenlaserkorrektur ist auch bei Diabetes möglich. Nicht selten sind jedoch die Augen der Patienten durch die Stoffwechselerkrankung in Mitleidenschaft gezogen, so dass eine Eignung für das Augenlasern leider nicht selbstverständlich ist.

Die Krankheit ist per se kein Ausschluss-Kriterium für ein Leben ohne Brille und Kontaktlinsen, dennoch müssen einige Voraussetzungen für die Behandlung erfüllt sein.

Diabetes und Augengesundheit

Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der der Körper nicht in der Lage ist, den Blutzuckerspiegel selbst zu regulieren. Weltweit leiden etwa 246 Millionen Menschen an der sogenannten Zuckerkrankheit – ein Großteil davon in den Industrienationen.

Ist der Diabetes schlecht oder im schlimmsten Fall gar nicht eingestellt, kann es zu ernsthaften Schädigungen der Augen kommen – darunter durch die sogenannte diabetische Retinopathie. Diese beginnt sehr schleichend und ist teilweise bereits ausgeprägt, bevor die Diagnose Diabetes überhaupt erst gestellt wird. Ein weiterer Grund, warum regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt zum persönlichen Pflichtprogramm gehören sollten. Für Diabetes-Patienten gilt es dann, zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.

Augenlasern bei Diabetes Patienten

Um die diabetische Retinopathie einzuschränken, hat sich eine genau auf diese Erkrankung ausgerichtete Augenlaserbehandlung etabliert. Die fokale Behandlung kann die diabetische Retinopathie im Optimalfall stoppen oder zumindest deutlich verlangsamen.

Viele Diabetes Patienten fragen sich allerdings, ob auch das Augenlasern zur Korrektur von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und/oder Hornhautverkrümmung bei ihnen möglich ist.   

Die gute Antwort lautet: Grundsätzlich ja – eine Augenlaserbehandlung ist sowohl bei Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2 Patienten denkbar. Allerdings muss eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt sein, bevor der Patient sich von Brille und Kontaktlinsen verabschieden kann. 

Voraussetzung 1: Stabiler Blutzuckerspiegel

Das Grundproblem für die Augengesundheit ist sowohl bei Diabetes Typ 1 als auch Diabetes Typ 2 das Gleiche: Durch hohe Blutzuckerwerte kann es zu einer Schädigung der kleinen, kapillaren Gefäße kommen. Diese versorgen die Netzhaut (in der Fachsprache auch Retina genannt) mit Blut und spielen so eine sehr hohe Rolle für gesunde Augen. Sind diese jedoch geschädigt, kann dies ernste Erkrankungen der Augen zur Folge haben.  

Voraussetzung 2: Stabiler Blutdruck

Der erhöhte Blutdruck an sich ist nicht das direkte Ausschlusskriterium für eine Augenlaserbehandlung. Allerdings kann es auch durch einen erhöhten Blutdruck zu einer Schädigung der Kapillar-Gefäße kommen – was wiederum ernsthafte Schädigungen der Augen mit sich bringen kann. Daher gehört der stabile Blutdruck bei Diabetes Patienten mit zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine Augenlaserkorrektur.

Voraussetzung 3: Keine Schädigung des Auges

Durch die zuvor genannten negativen Folgen von hohem Blutzucker und hohem Blutdruck auf die Gefäße können Folgeerkrankungen der Augen entstehen. Darunter die Diabetische Retinopathie: Wenn sich kleine Bläschen (in der Fachsprache Mikroaneurysmen genannt) bilden, können diese platzen und in die Netzhaut bluten. Da die Versorgung der Retina jedoch sichergestellt werden muss, entstehen in der Folge neue, noch empfindliche Blutgefäße, welche sehr leicht platzen können. Durch diese Verletzungen entstehen Vernarbungen auf der Netzhaut, welche im schlimmsten Fall zur Ablösung der Netzhaut führen kann – und dies im Umkehrschluss zur Erblindung.

Doch auch das Makula-Ödem ist eine ernstzunehmende Gefahr für die Augengesundheit. Durch die blockierten Kapillargefäße erweitern sich zur Kompensation benachbarte Gefäße. Diese sind sehr durchlässig und ermöglichen so ein Ansammeln von Flüssigkeit im Bereich der Makula. Daraufhin schwillt diese an und kann ihre Aufgaben im Auge nicht mehr übernehmen.

Gehäuft kommt es bei Diabetes Patienten auch zu einer Entwicklung des Grauen Stars. Liegt eine Eintrübung der Linse vor, kann diese durch eine Augenlaserbehandlung nicht behoben werden. In diesem Fall kann lediglich ein Linsenaustausch, sprich eine Linsenimplantation, Abhilfe schaffen.

Voraussetzung 4: Stabile Sehstärke

Eine stabile Sehstärke seit mindestens einem Jahr ist nicht nur für Diabetes-Patienten Voraussetzung für die Augenlaserkorrektur. Auch bei Menschen ohne vorliegende Stoffwechsel-Erkrankung ist dieser Faktor für ein optimales Behandlungsergebnis sehr wichtig. Da sich das Auge bis zu einem Alter von etwa 18 Jahren noch im Wachstum befindet und so Änderungen der Sehstärke möglich sind, gilt auch die Volljährigkeit als Grundvoraussetzung für eine Augenlaserbehandlung.

Voraussetzung 5: Gute gesundheitliche Verfassung

Auch diese Voraussetzung betrifft nicht nur Diabetes-Patienten. Zwar ist die Laserbehandlung nur ein minimal-invasiver Eingriff und somit keine große Belastung für den Organismus. Dennoch sollten keine weiteren akuten oder chronischen Erkrankungen vorliegen bzw. sollte, falls diese vorliegen, durch ärztlichen Rat sichergestellt werden, dass diese keine Auswirkungen auf die Augenlaserbehandlung haben.

Voraussetzung 6: Ärztliche Voruntersuchung

In einer umfassenden ärztlichen Voruntersuchung nehmen die CARE Vision Ärzte die Augen eines jeden Patienten genauestens unter die Lupe. Sind die Ergebnisse der Untersuchung mit Bestandteilen wie etwa die Vermessung der Hornhautdicke und der Hornhautoberfläche positiv, und alle vorherigen Vorraussetzungen erfüllt, steht der Augenlaserbehandlung trotz Diabetes nichts mehr im Wege.    

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