Linsenimplantation – Wenn eine Augenlaserkorrektur nicht in Frage kommt

Linsenimplantation – Wenn eine Augenlaserkorrektur nicht in Frage kommt

Linsenimplantation ist eine hochmoderne Methode der refraktiven Chirurgie und bietet eine nachhaltige und sichere Alternative zu Brille und Kontaktlinsen – für ein Leben ohne Hindernisse, sei es im Alltag, während der Arbeit, beim Sport oder im Wasser. Bei Linsenimplantationen unterscheiden wir zwischen zwei Behandlungsmethoden: Der Implantation von Phake Intraokularlinsen sowie der Implantation von Multifokallinsen.

Das Problem: Starke Sehschwächen
Eine Augenlaserbehandlung kann in der Regel Kurzsichtigkeit bis zu -10 Dioptrien, Weitsichtigkeit bis zu + 4 Dioptrien und Hornhautverkrümmung bis zu 6 Dioptrien erfolgreich korrigieren. Patienten die an einer extrem starken Fehlsichtigkeit leiden und über diese Werte hinausgehen, kommen ggf. für eine phake Linsenimplantation in Frage.

Die Lösung: Phake Intraokularlinsen
Die Phake Linsenimplantation ermöglicht Korrekturen auch bei extrem starken Sehschwächen (-3 bis –23,5 Dioptrien) und Weitsichtigkeit (+1 bis +12 Dioptrien). Auch Hornhautverkrümmungen können durch eine Linsenimplantation korrigiert werden.

Die Behandlung
Es handelt sich um einen minimal invasiven, ambulanten Eingriff der nur etwa 10 Minuten pro Auge dauert. Bei der phaken Linsenimplantation setzt der Facharzt eine zusätzliche Kunstlinse ins Auge ein, welche den Sehfehler ausgleicht. Die körpereigne Linse bleibt dabei erhalten. Da die Kunstlinse dauerhaft im Auge bleibt, müssen die Patienten keine lästige Brille oder Kontaktlinsen mehr tragen.
Beide Augen werden in einem Abstand von maximal einer Woche behandelt.

Das Problem: Alterssichtigkeit
Etwa ab dem 45. Lebensjahr treten bei fast jedem Menschen Unschärfen beim Sehen in der Nähe auf. Diese werden bedingt durch den Alterungsprozess der Linse. Sie verliert an Elastizität und dadurch die Fähigkeit sich auf unterschiedliche Entfernungen einzustellen. So kommt es, dass die meisten Menschen eine Lese- oder Mehrstärkenbrille tragen müssen, um diese Alterung der Augenlinse zu kompensieren.

Die Lösung: Multifokallinsen
Doch auch hier bietet die refraktive Chirurgie eine Lösung: die Implantation von Multifokallinsen, welche die körpereigenen Linsen ersetzen. Durch das spezielle Oberflächendesign dieser Linsen, können die Patienten nach der Operation in der Regel sowohl Objekte in der Ferne als auch in der Nähe gut sehen und in den meisten Fällen auf die Inanspruchnahme einer Sehhilfe im alltäglichen Leben verzichten.
Die Implantation von Multifokalinsen ist für alterssichtige Patienten geeignet, die zudem kurzsichtig oder weitsichtig sind, weil dadurch sowohl die bestehende Fehlsichtigkeit als auch die Alterssichtigkeit korrigiert wird. Es handelt sich um einen Eingriff der nur etwa 10 Minuten pro Auge dauert. Beide Augen werden in einem Abstand von maximal einer Woche behandelt.

Die Behandlung
Bei der Implantation einer Multifokallinse wird die natürliche Linse des Auges durch einen winzigen Schnitt am Rand der Hornhaut entfernt und eine künstliche Intraokularlinse implantiert. Die Kunstlinsen sind so komprimiert und geformt, dass sie sich im Kapselsack des Auges selbst entfalten und die Position der ursprünglichen natürlichen Linse einnehmen.

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