Der große Sonnenbrillenguide: Schick und schützend – die perfekte Brille für den Sommer

Der wirksame Schutz vor schädlicher UV-Strahlung ist für unsere Augen ebenso wichtig wie für unsere Haut. Deshalb ist das Tragen einer Sonnenbrille in der Sommersaison Pflicht. Andernfalls risikiert man nicht nur sehr schmerzhafte, sondern auch gefährliche Verbrennungen auf der Netzhaut. Aber worauf kommt es beim Sonnenbrillenkauf eigentlich an? 

Woran erkennt man eine gute Brille, die die Augen wirksam vor den gefährlichen Sonnenstrahlen schützt? Privatdozent Toam Katz M.D., Facharzt für Augenheilkunde und medizinischer Direktor bei CARE Vision Germany beantwortet die wichtigsten Fragen in unserem großen Sonnenbrillenguide 2017.

Ein Sonnenbrand auf den Augen – gibt es das überhaupt? Ja, und ob! Der Augenarzt spricht in diesem Fall von der sogenannten „UV-Keratitis“, einer Verbrennung der Hornhaut. Diese ist nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern bringt auch Symptome wie starke Rötungen, heftigen Juckreiz, vermehrten Tränenfluss, unscharfes Sehen und hohe Lichtempfindlichkeit mit sich. Zwar heilt eine UV-Keratitis bei entsprechender augenärztlicher Therapie innerhalb von zwei bis drei Tagen aus, die Langzeitfolgen der Erkrankung können jedoch gravierend sein. „Häufig treten ernsthafte Augenerkrankungen wie der Graue Star oder eine Makuladegeneration als Folge der Augenverbrennung auf – auch bei jüngeren Patienten. Beide Krankheiten können zur Erblindung führen“, warnt Augenarzt Toam Katz.

Dabei ist der Sonnenschutz der Augen doch so einfach: Sonnenbrille aufsetzen, fertig! Oder etwa nicht?

Sonnenbrille – aber sicher!

Natürlich sollte die neue Sonnebrille für den Sommer 2017 möglichst schick sein und dem Gesicht schmeicheln. Erfüllt die Brille dann noch alle Anforderungen für einen wirksamen Sonnenschutz, steht einem Kauf nichts mehr im Wege.

„Grundsätzlich sollte die Brille CE-zertifiziert sein, was bedeutet, dass sie den EU-Sicherheitsanforderungen entspricht“, erklärt Toam Katz. „Achten Sie auch auf den Hinweis ,UV 400‘, der für eine ausreichende Absorptionsfähigkeit der UV-Strahlen steht.“ Erfüllt das Wunschmodell diese Basisanforderungen, steht im nächsten Schritt die Wahl der passenden UV-Schutzkategorie an, die in der Regel am Brillenbügel abzulesen ist. Man unterscheidet zwischen vier Kategorien. Am schwächsten schützt die Kategorie 1 (57 Prozent Strahlenabsorption, geeignet für bewölkte Tage). Die Kategorien 2 und 3 (82 bzw. 92 Prozent UV-Strahlenabsorption) eignen sich gut für schönes Wetter bzw. den Aufenthalt am Strand. Die  Kategorie 4 (97 Prozent Strahlenabsorption) bietet den stärksten Sonnenschutz. Brillen dieser Art werden häufig für Skiurlaube oder Aufenthalte im Schnee empfohlen. „Für die Sommersonne sind Brillen der Schutzkategorie 3 die beste Wahl“, empfiehlt der Augenexperte. „Die Absorptionsstärke der Gläser ist sehr hoch und damit bieten diese Brillen einen zuverlässigen UV-Schutz.“ Apropos Brillengläser: Wie sieht es denn da eigentlich mit der Farbe aus? Spielt sie für die Schutzfunktion eine Rolle? Augenarzt Toam Katz erklärt: „Die Tönung der Gläser spielt für den Sonnenschutz keine Rolle. Dennoch sollte man auf die Farbwahl achten und möglichst Gläser in braun, grau oder grün wählen. Sie verfälschen die Farbe der Seheindrücke am wenigsten und das Auge kann wichtige Signale wie Ampelfarben weiterhin uneingeschränkt wahrnehmen.“

Schick UND mit dem richtigen Schutz: Mit diesen Tipps steht dem Kauf der Traumsonnenbrille nichts mehr im Wege!

Diese Informationen ersetzen nicht die fachkundige Beratung bei einem Augenarzt.

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