Ist die Hornhaut des Auges verletzt, ist schnelles und richtiges Handeln gefragt, um den Heilungsprozess zu beschleunigen und um bleibende Schäden wie Vernarbungen der Hornhaut zu vermeiden. Denn eine gesunde und intakte Hornhaut ist eine der Grundvoraussetzungen für scharfes Sehen. CARE Vision und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf behandeln Hornhautverletzungen am Auge mit Lasertechnologie.
Ursachen für eine Hornhautverletzung am Auge
Für die Entstehung von Hornhautdefekten wie Narben und Eintrübungen gibt es unterschiedliche Ursachen, wie Dr. med. Julia Esser, Fachärztin für Augenheilkunde erläutert: „Schon das unabsichtliche Kratzen eines Fingernagels oder versehentliches Greifen in das Auge können Verletzungen auf der Hornhaut verursachen. Auch Entzündungen durch Bakterien und Pilze können Vernarbungen zur Folge haben. Manchmal ist der Defekt auch angeboren und sollte dann schon im Kindesalter behandelt werden.“
Eine oberflächliche Verletzung auf der Hornhaut zieht in den meisten Fällen eine Narbe nach sich. Diese ist als weißliche Trübung erkennbar und beeinflusst das scharfe Sehen. „Eine gesunde Hornhaut ist kristallklar, nur deshalb kann sie das einfallende Licht brechen. Ist sie aber durch die Narbe getrübt, sehen Betroffene verschleiert und verschwommen, häufig auch verzerrt. Die Narbe kann eine erhebliche Beeinträchtigung der Sehkraft verursachen“, erläutert die Augenexpertin.
Oberflächliche Augenverletzung vermeiden
Wieso ist es so wichtig, eine Hornhautverletzung, in der Fachsprache “erosio corneae” genannt, zu vermeiden?
- Bildfokussierung: Die Hornhaut ist für scharfes Sehen sehr wichtig. Eine gesunde Hornhaut ist glasklar und übernimmt den Großteil der Lichtbrechung, die für das scharfe Fokussieren der Umgebung ausschlaggebend ist. Durch Verletzungen entstehen Narben, die den Lichteinfall reduzieren bzw. verändern und so zu nachhaltigen Seheinschränkungen führen können.
- Schutzmechanismus: Die Hornhaut schützt die empfindlichen Strukturen des Auges vor äußeren Einflüssen wie Wind, Staub oder Keimen und Bakterien, die Entzündungen hervorrufen können. Ist die Hornhaut selbst verletzt, ist sie nicht in der Lage, das Auge umfassend selbst zu schützen.
Ist man zum Beispiel Staub ausgesetzt, etwa durch Windböen, oder agiert mit Säure oder Lauge, sollte man entweder versuchen, die Augen geschlossen zu halten, oder eine Sonnenbrille bzw. Schutzbrille zu tragen, je nachdem, wie es die Situation erfordert.
Bei Verletzungen dieser wichtigen Schutzschicht können Schäden am Auge, etwa Vernarbungen und Trübungen, entstehen, die das Sehvermögen ggf. bis zur Blindheit einschränken können.
Oberflächliche Hornhautverletzungen behandeln
Ist die Hornhaut des Auges gereizt oder gar verletzt, gilt es schnell zu handeln.
- Das Auge spülen: Ein schnelles Ausspülen des Auges hilft etwa bei Verätzungen und um noch schlimmere Verletzungen zu vermeiden. Auch kleinere Fremdkörper können so schnell entfernt werden. Auf jeden Fall sollte man das Auge so schnell wie möglich in einer Augenklinik untersuchen lassen.
- Einsatz einer Lasertherapie (PTK): Heilt die Verletzung nicht von alleine bzw. mit den vom Arzt verschriebenen Medikamenten ab, kann unter Umständen eine Lasertherapie der Hornhaut eine wirksame Methode sein, diese Defekte zu beheben.
„CARE Vision führt die PTK Behandlung in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durch“, erklärt Dr. med. Julia Esser, Fachärztin für Augenheilkunde.
Lasertherapie mit phototherapeutischer Keratektomie
Oberflächliche, nicht zu tiefe Hornhautvernarbungen können erfolgreich mithilfe eines Lasereingriffs, der phototherapeutischen Keratektomie (PTK) behandelt werden. Wie häufig bei refraktiv chirurgischen Eingriffen der Fall, wird auch die PTK in der Regel unter örtlicher Betäubung durchgeführt.
Wie läuft PTK Behandlung ab?
Expertin Dr. Esser erklärt den Eingriff: „Nach einer genauen Vermessung der Hornhautoberfläche, die die Ausprägung der Narbe erfasst, wird diese mithilfe des Lasers abgetragen und die Trübung beseitigt. Zum Schutz des Auges wird nach dem Lasereinsatz eine therapeutische Kontaktlinse eingesetzt und der Patient muss in den Tagen nach dem Eingriff regelmäßig heilungsfördernde Augentropfen verwenden sowie solche, die trockene Augen verhindern.“ Dass die Augen nach der PTK Behandlung verbunden werden müssen, ist nicht der Fall.
Vermessung der Hornhautoberfläche
Laserbehandlung
Einsatz von Kontaktlinsen
Augentropfen
Wie lange dauert die Heilung?
In den meisten Fällen ist die PTK eine wirksame Therapie, damit Verletzungen heilen und um den Hornhautdefekt dauerhaft zu beheben. „Hält sich der Patient gewissenhaft an die Anwendung der vom behandelnden Augenarzt verordneten Augentropfen, heilt die durch den Laser erzeugte Abschürfung der Hornhautoberfläche innerhalb weniger Tage ab“, erklärt Julia Esser. „Bis sich die Hornhaut vollständig erholt hat, kann es allerdings einige Monate dauern. Bei einem guten Heilungsprozess ist die Sehkraft dann aber auch wieder vollständig hergestellt und ungetrübt. Allerdings wird sich die Brillenstärke durch den Eingriff leicht ändern.“
PTK mit Behandlung der Sehschärfe kombinieren
Ein weiterer Vorteil für erwachsene Patienten: Wenn gewünscht, kann oftmals später auch eine die Sehschärfe korrigierende (refraktiv-chirurgische) Behandlung folgen. Je nach Ergebnissen des Eignungschecks kommen LASIK, PRK/LASEK oder IOL-Implantation infrage. So können auch Kurzsichtigkeit , Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung im Rahmen bestimmter Dioptrienwerte beseitigt werden, um anschließend ohne Brille oder Kontaktlinsen klar sehen zu können.
Der Augenlaserspezialist CARE Vision bietet die Behandlung bei Verletzungen der Hornhaut am Auge mit der Methode PTK in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf an.
Kurz zusammengefasst
Je nach Verletzung, ist die Heilungszeit der Hornhaut ganz unterschiedlich. Bei Beschwerden am Auge und dem Verdacht einer Hornhautverletzung gilt es in jedem Fall eine Expertin oder einen Experten aufzusuchen.
Wer bemerkt, dass seine Hornhaut gereizt oder gar verletzt ist, sollte schnell handeln. Bei Fremdkörpern oder Verätzungen kann ein schnelles Ausspülen des Auges helfen. Wenn Verletzungen nicht von alleine verheilen oder Medikamente nicht die gewünschte Wirkung bringen, kann auch der Einsatz einer Laserbehandlung sinnvoll sein.
Oberflächliche Verletzungen regenerieren sich in der Regel von selbst. In einigen Fällen verursachen diese Wunden jedoch Narben, die die Sehkraft beeinflussen. In jedem Fall ist eine ärztliche Konsultation ratsam.

Diese Inhalte wurden von Dr. med. Julia Esser, Fachärztin für Augenheilkunde bei CARE Vision, geprüft.
Frau Dr. med. Julia Esser ist Fachärztin für Augenheilkunde mit Schwerpunkt auf Augenlaserbehandlungen, der Behandlung von Alterssichtigkeit, Kataraktoperationen und ICL-Linsen. Durch ihre langjährige Tätigkeit, kontinuierliche Fortbildung und Mitgliedschaften in führenden Fachgesellschaften gilt sie als anerkannte Expertin für refraktive Chirurgie