Grauen Star mit Laser OP korrigieren – Ist das möglich?

Grauen Star mit Laser OP korrigieren - Ist das möglich?

Kann man den Grauen Star lasern? Diese Frage beschäftigt viele Patienten. Die Antwort lautet schlicht und einfach: Nein. Der Graue Star kann nicht einzig und allein durch eine Augenlaser-Korrektur wie etwa mit dem Excimer-Laser bzw. dem Femto-Laser behandelt werden.

Warum die Diagnose Grauer Star Sie nicht erschrecken sollte

Der Graue Star kann nicht gelasert werden. Denn der sogenannte Katarakt ist eine altersbedingte Trübung der Augenlinse. Diese kann durch den Lasereinsatz nicht “gereinigt” werden, da diese Trübung nicht zu entfernen ist. Auch kann der Graue Star nicht heilen ohne Operation. Im Gegenteil: Schreitet er weiter fort kann er unbehandelt zur Erblindung führen. 
Die gute Nachricht folgt jedoch auf den Fuß: Grauer Star kann man also nicht lasern lassen, eine neue biokompatible Linse, die schonend und minimalinvasiv eingesetzt wird, kann jedoch wieder für klare Sicht sorgen. Die sogenannte Katarakt OP kann also die Lösung sein, um wieder scharf zu sehen. Und mittlerweile gibt es sogar neben Monofokallinsen auch Multifokallinsen
Bei der Behandlung kommt Ultraschall zum Einsatz – was Multifokallinsen genau sind, wie die Katarakt Operation genau funktioniert und warum Ultraschall im Spiel ist, möchten wir in den folgenden Zeilen erklären.

Was ist der Graue Star?

Der Graue Star schreitet schleichend voran und macht sich zunächst wenig und dann durch deutlichere Symptome bemerkbar:

  1. Wahrnehmen einer Verschleierung: Im Laufe der Jahre kann die natürliche Linse, mit der wir unsere Sicht auf nahe und entfernte Gegenstände einstellen können, an Transparenz verlieren. Diese Eintrübung kann wie ein Wasserfall aussehen, daher rührt auch der medizinische Begriff für den Grauen Star, der Katarakt (lat. Cataracta). Unter dieser Verschleierung der Linse leidet unsere Sehqualität enorm. 
  2. Unscharfe, gräulich-neblige Sicht: Bilder werden unscharf, neblig oder weniger farbintensiv wahrgenommen – mit anderen Worten: Das, was Betroffene sehen, erscheint eher grau oder gräulich.
  3. Sehprobleme abends/nachts und erhöhte Blendempfindlichkeit: Häufig treten zudem noch Probleme beim nächtlichen Sehen sowie eine erhöhte Lichtempfindlichkeit auf. Das kann unter anderem zu Problemen beim Autofahren führen oder generell beim Zurechtfinden am Abend bei Dämmerlicht, ob draußen oder zu Hause. 

Es gibt drei verschiedene Formen des Grauen Stars: 

  1. Eine Alterserscheinung: Im Normalfall steht das Auftreten des Grauen Stars mit dem fortschreitenden Alter in Verbindung. 
  2. Im Säuglingsalter: Dennoch gibt es Fälle eines angeborenen Grauen Stars bei Babies. Diese kommen allerdings sehr selten vor. Sie sind dann entweder genetisch bedingt oder eine Folge eines viralen Infekts der Mutter während der Schwangerschaft. 
  3. Vorerkrankungen können den Grauen Star begünstigen: Auch bestimmte Vorerkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes oder ein Trauma können zur Entstehung des Grauen Stars beitragen.

Doch kann man nun gegen den Grauen Star – die Eintrübung der Augenlinse – etwas unternehmen? Die Antwort lautet glücklicherweise: Ja, und das leichter, unkomplizierter und mit einer kürzeren Heilungsphase als viele vielleicht denken. 

Die Grauer Star Operation

Wie muss man sich den Ablauf einer Augen OP Grauer Star vorstellen?

  • Schritt 1: Die Betäubung: Der Katarakt kann mittels eines chirurgischen Eingriffes unter örtlicher Betäubung in Form von Tropfen behandelt werden. Die Betäubung steht also am Anfang der eigentlichen Behandlung.
  • Schritt 2: Die Entfernung der natürlichen, eingetrübten Linse: Dafür muss die Linsenkapsel nur am Rand minimal geöffnet werden. Zur Behandlung des Grauen Stars kommt in der Regel Ultraschall zum Einsatz: bei der sogenannten Phakoemulsifikation wird die alte Linse durch eine mit Ultraschall angeregte Kanüle entfernt 
  • Schritt 3: die biokompatible, künstliche Linse wird eingesetzt: Die intraokulare Kunstlinse wird eingesetzt, sie wird in gerolltem Zustand ins Auge eingebracht, entfaltet sich und nimmt den Platz der natürlichen Linse ein. 
  • Schritt 4: Erholung: das operierte Auge muss sich erholen, jedoch können Patienten in der Regel am Tag darauf bereits ihrem Alltag wieder nachgehen. Geht es um beide Augen, wird das nächste am folgenden Tag oder bis zu einer Woche später behandelt. 
  • Schritt 5: die Nachsorge: Nachuntersuchungen sind wichtig für den Heilungsverlauf und sollten unbedingt wahrgenommen werden.

Ist die Grauer Star OP sicher?

Patienten berichten, dass sie dank der betäubenden Augentropfen meist nur ein Druckgefühl oder das Gefühl eines Sandkorns im Auge wahrnehmen. Bei der Grauer Star OP kann auch ein Femto-Sekundenlaser verwendet werden. Dieser zeigt jedoch gegenüber der Ultraschall-Methode bisher keine deutlichen Vorteile. Daher gilt die Anwendung der Ultraschall-Technik nicht nur als umfassend erprobt, sondern auch als anerkannter Stand der Wissenschaft.
Der zuvor beschriebene Eingriff gilt in Deutschland als eine der am häufigsten durchgeführten Operationen. Die Behandlungsdauer liegt durchschnittlich bei 10 Minuten pro Auge und ist in der Regel schmerzfrei.
Bereits am Tag nach der Behandlung des Katarakts kann der Patient in den meisten Fällen seinem normalen Alltag unter Einhaltung bestimmter Vorsichtsmaßnahmen, die der Arzt dem Patienten genau erklärt, wieder nachgehen.

Können Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung mit behandelt werden?

Die Fehlsichtigkeiten Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung sind unabhängig vom Grauen Star. Die gute Nachricht: Mittels moderner Multifokallinsen können sie gleich mit behoben werden, denn die Multifokallinsen, auch Trifokallinsen genannt, können für gute Sicht im Nahbereich, Zwischenbereich und in der Ferne sorgen. Übrigens wird so auch die meist ab 45 Jahren eintretende Alterssichtigkeit behoben. Hierbei wird die Linse mit zunehmendem Alter unflexibler und kann sich schwerer fokussieren. Ist diese Behandlung aus bestimmten Gründen, etwa aufgrund der Hornhautbeschaffenheit nicht möglich, kann auf Monofokallinsen zurückgegriffen werden, welche die gesetzliche Krankenkasse bei medizinischer Indikation zahlt. Eine Multifokallinsen-Operation muss selbst getragen werden, außer man ist privat versichert. Private Kassen erstatten die Kosten meist zu einem bestimmten Teil.
Nach der Katarakt OP berichten Patienten von einer höheren Lebensqualität, da der Graue Star beseitigt ist und sie nicht mehr von Brillen und Kontaktlinsen abhängig sind.

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2 Gedanken zu „Grauen Star mit Laser OP korrigieren – Ist das möglich?“

    1. Liebe Filiz Dasdemir, danke für Ihren Kommentar und Ihre Frage. Ja, das ist dank einer Linsenbehandlung möglich. Viele Grüße, Ihr CARE Vision Team

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