Ist Rhabarber gesund für die Augen?

Ist Rhabarber gesund für die Augen?

Kaum ein anderes Gemüse polarisiert so sehr wie der gute, alte Rhabarber. Und genau da fängt es bereits auch schon an: denn die viele Menschen gehen davon aus, dass Rhabarber ein Obst sei und kein Gemüse. Schließlich trifft man auf den Rhabarber meist in verarbeiteter Form, zum Beispiel als Kompott, Marmelade oder in Kuchen und Torten.

Doch egal ob Obst oder Gemüse: viele mögen ihn gar nicht, den Rhabarber. Denn er hat den Ruf, dass er bitter schmeckt und schwer verdaulich ist. Immer wieder hört man zur Rhabarber-Zeit im Frühling negative Stimmen, die behaupten, dass die langen rot-grünen Stängel gar nicht so gesund sind. Was ist da nun dran? Und wie sollte man ihn zubereiten?

Rhabarber ist reich an wichtigen Mineralstoffen

Rhabarber ist gesund. Er ist eine sehr gute Quelle an Kalium, Calcium, Phosphor und Vitamin C. Sein hoher Kaliumgehalt mit circa 270 Milligramm pro 100 Gramm ist gut für den Blutdruck und für den Säure-Basen-Haushalt. Vor allem durch seinen positiven Einfluss auf den Blutdruck und den Blutkreislauf trägt Kalium zur Gesundheit unserer Venen und Arterien der Augen bei. Dadurch kann zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Netzhauterkrankungen verringert werden.

Der Rhabarber enthält zudem große Mengen an Antioxidantien, welche einen Gegenspieler im menschlichen Körper zu den freien Radikalen darstellen und somit vorzeitige Alterungsprozesse verhindern. Dadurch trägt der Rhabarber indirekt auch dazu bei, eine altersbedingte Makuladegeneration (AMD), welche eine schwerwiegende Augenkrankheit darstellt, zu vermeiden. Zudem stärken Antioxidantien auch das Immunsystem.

Des Weiteren besticht Rhabarber durch seinen sehr niedrigen Kaloriengehalt. Mit nur 14 Kilokalorien pro 100 Gramm ist er ein kleiner Schlankmacher, denn der Körper braucht mehr Kalorien für die Verdauung, als der Rhabarber dem Körper liefert.

Rhabarber: das große „Aber“

Jedoch gibt es hinsichtlich der Verzehrempfehlung von Rhabarber eine wichtige Einschränkung: Kinder und Menschen, die an Nieren- oder Gallenerkrankungen sowie der Gicht leiden, sollten das Frühlingsgemüse besser meiden. Denn Rhabarber enthält neben vielen wertvollen Nährstoffen auch große Mengen an Oxalsäure. Diese ist für gesunde Erwachsene kein Problem, für Kinder und die zuvor erwähnten Kranken jedoch schon.

Wie sollte der Rhabarber zubereitet werden?

Rhabarber sollte immer gegart genossen werden. Denn in roher Form enthält er deutlich höhere Mengen an Oxalsäure und ist sehr schwer verdaubar. Rhabarber sollte geschält und von Blättern und Stielenden befreit werden. Danach kann er entweder in kleine Stücke geschnitten blanchiert, gegart oder gebacken werden. Gerade als Zutat für Kuchen sorgt er für ein angenehm süß-saures Geschmackserlebnis.

Die Verlängerung der Rhabarberzeit

Angesichts der zahlreichen Nährstoffe, die im Rhabarber enthalten sind und der besonderen Geschmacksnote stellt er eine echte Bereicherung für die Küche dar. Leider ist der hiesige Rhabarber nur wenige Wochen im Jahr frisch zu kaufen. Allerdings gehört er auch zu den Gemüsesorten, die sich sehr gut einfrieren lassen. In kleine Stückchen geschnitten hält er sich in der Tiefkühltruhe bis zu einem Jahr und bringt so vielleicht auch an dunklen Wintertagen etwas Frühlingsduft in die Küchen.

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