„Liebe Brille, warum wir uns jetzt trennen müssen“

„Liebe Leserinnen und Leser,

mein Name ist Mona, ich bin 31 Jahre alt und seit meinem 12. Lebensjahr ist meine Brille mein täglicher Begleiter. Ich bin kurzsichtig mit Werten von -3,5 und -2,75 Dioptrien – ohne Sehhilfe geht es also nicht.

Als ich vor ein paar Tagen im Internet auf einen sehr unterhaltsamen Animationsfilm von CARE Vision zum Thema „Augenlasern“ stieß, begannen meine Gedanken wieder einmal um mein (un)geliebtes Nasenfahrrad zu kreisen.

Häufig höre ich von meinen Freunden, Verwandten und Bekannten gönnerhaft, dass mir meine Brille doch sehr gut stehe. Angeblich verleiht sie meinem Gesicht Markanz, macht mich interessanter, usw. Schön und gut, denke ich mir dann, aber Tatsache ist: Ich mag mich selbst ohne Brille nun mal viel lieber! Mal wieder ein gutes Beispiel dafür, wie sehr sich Selbst- und Fremdwahrnehmung manchmal unterscheiden können! Und es ist nicht nur der Look der Brille, der mich stört – nein, es sind auch noch ganz andere nervtötende Situationen, die nur Brillenträger kennen. Meine fünf „Klassiker“ erkennen Sie bestimmt wieder, wenn Sie auch ein Gestell auf der Nase tragen.

  1. Der Brillenkuss

Fakt ist: Die Brille stört beim Verliebtsein! Jeder, der schon einmal mit Brille geküsst hat, weiß, wovon ich spreche. Sie ist irgendwie immer im Weg, verrutscht oder fällt runter. Legt man sie doch ab, büßt man Sehfähigkeit ein und die Sicht ist getrübt.

  1. Die Nasendellen

Meine Brille ist wirklich nicht besonders schwer, dennoch zeigen sich schon nach kurzer Tragezeit unansehnliche rote Druckstellen auf meinem Nasenrücken. Abends schmerzen sie sogar. Unangenehm ist auch, dass sich häufig Hautprobleme an den Druckstellen entwickeln. Druckstellen gibt es übrigens auch hinter den Ohren.

  1. Die Kochwolke

Ich koche und backe wirklich sehr gerne – dank der Brille aber fast immer mit vernebelter Sicht. Folgende Situation kennen Sie bestimmt: In freudiger Erwartung auf das Essen nimmt man den Deckel vom Kochtopf oder öffnet die Backofentür und was passiert? Die aufsteigende Dampfwolke lässt die Brillengläser komplett beschlagen und man sieht erst einmal gar nichts mehr, muss die Brille absetzen und putzen.

  1. Der Kneipennebel

Diese Situation tritt bevorzugt in Herbst- und Wintermonaten auf. Man betritt eine Kneipe, eine Bar oder ein gut besuchtes Restaurant und vollzieht damit einen plötzlichen Wechsel der Lufttemperatur von kalt auf warm. Wieder beschlägt die Brille schlagartig. Dann steht man erst einmal orientierungslos in der Gegend herum.

  1. Die Tröpfcheninvasion

Egal, ob uns der wolkenverhangene Himmel feinen Nieselregen oder dicke Wassertropfen beschert, für Brillenträger ist jegliche Wasserzufuhr von oben äußerst unwillkommen – besonders, wenn man den Regenschirm vergessen hat. Die Tropfen setzen sich hartnäckig von außen und manchmal sogar von innen auf die Brillengläser und verzerren die Sicht. Die Brille muss also erst einmal wieder abgetrocknet und geputzt werden. Hat man zudem gerade kein Brillenputztuch, sondern nur ein gewöhnliches Taschentuch oder den Pulloverärmel zur Hand, entstehen unschöne Schlieren, die die Sicht trüben. Man sieht schon, es ist ein Teufelskreis!

Ich habe für mich beschlossen: Damit muss jetzt einfach Schluss sein! Liebe Brille, es wird Zeit, dass wir uns trennen. Du nimmst mir einfach zu viel Lebensqualität und Wohlbefinden. Ich will unabhängig von dir sein – beim Küssen, Kochen, Backen, im Regen, bei Kneipenbesuchen, und obendrein beim Sport, im Alltag – einfach immer!

Deshalb habe ich meinen Termin bei CARE Vision bereits ausgemacht und werde schon bald sagen: Goodbye Brille – unsere gemeinsame Zeit ist ab sofort vorbei!“

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