Zwiebeln, Wind, Sonne – Darum kullern Tränen

Zwiebeln, Wind, Sonne – Darum kullern Tränen

Sie laufen in Situationen, die auf den ersten Blick keinen Zusammenhang haben – Wenn wir traurig, wütend, glücklich sind oder gerade etwas zu lachen haben: Tränen. 

Und nicht nur als Ausdruck unserer Emotionen werden die Augen feucht. Neben „Gefühlstränen“, die entstehen, wenn starke Emotionen das vegetative Nervensystem stimulieren, produzieren wir auch „Reflextränen“. Die klassische Fliege im Auge kann genauso zu Tränen führen wie Allergien, ein Windstoß oder ein Blick Richtung Sonne. Doch so unangenehm das Kullern der Tränen sein kann, es hat eine wichtige Funktion: Es schützt die Augen und hilft dabei, Substanzen auszuspülen, die das Augen reizen.

In den Tränen sind sogar Enzyme enthalten, die vor Infektionen bewahren und so ein Schutzschild für die Augen bilden. Der Tränenfluss schützt außerdem vor dem Austrocknen der Augen, zum Beispiel, wenn man zu lange auf einen Bildschirm schaut oder ein Windstoß die Flüssigkeit nimmt.

Sogar brennende und tränende Augen beim Schneiden von Zwiebeln dienen diesem Zweck: Werden beim Schneiden die Zellen der Zwiebel durchtrennt, kommt es zu einer Reaktion, die reizend auf unsere Schleimhäute wirkt. Die Tränen spülen diese Reizstoffe wieder aus.

Kurios, aber wahr: Auch trockene Augen können zu Tränen führen. Das Auge versucht, die Trockenheit durch eine intensive Tränenproduktion auszugleichen.

Die Tränen, die wir vergießen, sind also echte Alleskönner für unsere Augen: sie befeuchten und nähren die Hornhaut, bilden einen Schutzfilm aus Wasser, Fett und Schleim, sie spülen aus, was nichts in den Augen zu suchen hat und wehren außerdem Krankheitserreger ab.

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