Augenlaser OP: Was gibt es zu beachten?

Für drei Viertel der Deutschen ist klares, scharfes Sehen nur mit Brille oder Kontaktlinsen möglich. Sie sind weitsichtig, kurzsichtig oder leiden unter einer Hornhautverkrümmung. Dank einer Augenlaser OP kann diese Abhängigkeit für die meisten Patienten jedoch schnell der Vergangenheit angehören.  

Möglichkeiten der Augenlaser OP

Viele Brillen-und Kontaktlinsenträger fühlen sich durch ihre Sehhilfe stark eingeschränkt, zum Beispiel beim Sport, im Job oder im ganz normalen Alltag. Die Brille drückt oder verrutscht, die Kontaktlinsen reizen die Augen oder gehen verloren. Für die Mehrheit der Betroffenen muss die Brille aber kein Schicksal für immer sein, weiß Toam Katz, M.D.: „Mit den Methoden der modernen refraktiven Augenchirurgie können wir die meisten Menschen von ihrer Fehlsichtigkeit befreien. Eine ambulante Laserbehandlung kann Kurzsichtigkeit bis zu -10 Dioptrien und Weitsichtigkeit bis zu +4 Dioptrien dauerhaft korrigieren. Auch Hornhautverkrümmungen bis zu 6 Dioptrien sind sehr gut behandelbar.“

Ausgereifte Behandlungsmethoden

Mehrere hunderttausend Patienten unterziehen sich jährlich einer Augenlaser OP. Dabei hat sich die LASIK Methode über die letzten 20 Jahre hinweg bewährt. Die LASIK gilt als ausgereiftes, medizinisch anerkanntes Verfahren zur Behandlung von Fehlsichtigkeiten. Für ein optimales Behandlungsergebnis spielt nicht nur die genau auf den einzelnen Patienten abgestimmte Behandlung an sich eine große Rolle. Auch ein präzise, umfassende ärztliche Voruntersuchung  sowie eine sorgfältige Nachsorge sind ausschlaggebend. „Neben einer sorgfältigen Nachsorge durch den behandelnden Arzt sollten Patienten auch bestimmte Verhaltensweisen nach der Augenlaser OP beachten“, erklärt Privatdozent, Toam Katz M.D., Facharzt für Augenheilkunde und medizinischer Direktor bei CARE Vision Germany.

Die richtige Nachsorge ist entscheidend

„Ein verlässlicher Anbieter von Augenlaserkorrekturen bietet seinen Patienten eine effiziente Nachsorge in Form von regelmäßigen Nachuntersuchungen an. Diese Termine sollte der Patient einhalten, denn nur so kann der Heilungsverlauf und die Wiederherstellung der Sehstärke optimal überprüft werden. Jeder Patient sollte eine genaue Anleitung erhalten, wie er seine Augen nach dem Eingriff mit Medikamenten wie zum Beispiel Augentropfen versorgen muss und wie er sich im Alltag verhalten sollte“, erklärt der Facharzt für Augenheilkunde.

Verhalten nach dem Augenlasern

Die meisten Patienten sind nach der Augenlaser OP überrascht, wie schnell sie wieder scharf sehen können und ihrem Alltag nachgehen können. Ein paar einfache Tipps für das Verhalten nach dem Augenlasern haben sich bewährt:

  • Eine Sonnenbrille ist angenehm gegen die höhere Lichtempfindlichkeit nach der OP. Sie erfüllt aber auch noch einen weiteren Zweck, erklärt Toam Katz, M.D.: „Die Sonnenbrille wirkt wie ein Schutzschild und sorgt dafür, dass der Patient sich nicht reflexhaft die Augen reibt. Durch das Reiben mit den Händen können Bakterien ins frisch operierte Auge gelangen und den Heilungsprozess erheblich stören.“
  • In den ersten Stunden nach der LASIK- Operation können Patienten nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen und sollten auf Bildschirmarbeit oder Lesen verzichten.
  • In der ersten Woche nach der Behandlung sollte man kein Augen Makeup auftragen. So vermeiden Patienten, dass kleine Make-Up Partikel in das Auge eindringen. Des Weiteren sollten Sie auch darauf achten, dass die Augen nicht mit Wasser in Berührung kommen. Zwar ist die Trinkwasserqualität hierzulande sehr hoch, allerdings können dennoch Mikrokeime enthalten sein. Bei der Körperhygiene sollte man daher sehr behutsam vorgehen.
  • Nach zwei Tagen sind leichte Sportarten wie Joggen erlaubt, nach vier Wochen können Patienten, in der Regel, wieder ohne Einschränkung Sport treiben. Bei Outdoor-Sportarten sollten die Augen mit einer Schutz oder einer Sonnenbrille vor äußeren Einflüssen wie Wind, Regen oder Staub geschützt werden. Im ersten postoperativen Monat sind zudem Sauna- und Schwimmbadbesuche tabu.
  • LASIK-Patienten erhalten von ihrem Augenlaserzentrum nach dem Eingriff spezielle Augentropfen und einen detaillierten Tropfplan. PD Toam Katz, M.D. erklärt: „Die Tropfen bilden eine Art künstlichen Tränenfilm, der dafür sorgt, dass alles sicher und gut ausheilt. Vor dem Tropfen sollten die Hände aus hygienischen Gründen gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden.“ Um den Tränenfilm auf den Augen nicht zu stören, sollte in Autos, Büros oder Zuhause auf eine Klimatisierung oder trockene Heizungsluft verzichtet werden.

LASIK – Das sollten Sie wissen

Die Augenlaser OP dauert nicht länger als 20 Minuten und korrigiert Kurzsichtigkeit (bis –10 Dioptrien), Weitsichtigkeit (bis +4 Dioptrien) sowie Hornhautverkrümmungen (bis 6 Dioptrien). Der Eingriff wird ambulant durchgeführt. Die Augen werden mit Augentropfen betäubt, wodurch die Patienten die Augenlaser OP in der Regel als völlig schmerzfrei empfinden. Die angewandte Lasertechnik korrigiert Fehlsichtigkeiten individuell und hochpräzise. Häufig stellt sich schon am Tag nach der LASIK eine Verbesserung der Sehschärfe ein.

Das könnte Ihnen auch gefallen

Vote

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (10 Bewertungen, Durchschnitt: 3,90 von 5)
Loading...

Artikel teilen

2 Gedanken zu „Augenlaser OP: Was gibt es zu beachten?“

  1. Am 12.05.2016 habe ich mich getraut und genieße seit dem jeden Tag ohne Brille. Nach 40 Jahren Brille tragen, wusste ich nicht mehr, wie es ist, einfach so scharf sehen zu können. Für mich jetzt ein Hochgenuss!!! DANKE an das tolle Team, das mich umsorgt und versorgt hat und DANKE an Dr. Esser, die mich operiert hat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.