Wenn die Gleitsichtbrille Probleme macht

Ab dem Alter von ca. 45 Jahren fällt es uns zunehmend schwerer in der Nähe zu sehen. Die so genannte Alterssichtigkeit ist ein ganz natürlicher Prozess, der jeden von uns früher oder später trifft. Um nicht mehrmals täglich die Brille wechseln zu müssen, entscheiden sich viele für eine Gleitsichtbrille. Diese können den Alltag zwar deutlich erleichtern, jedoch gibt es auch einige Schwierigkeiten, die sie mit sich bringen. Wie Sie sich am besten an die neue Sicht gewöhnen können, erfahren Sie hier.

Ursachen für Probleme mit Gleitsichtbrillen

Gleitsichtbrillen ermöglichen es, alle Sehbereiche mit nur einer Brille scharf zu sehen – man kann also in der Nähe und Ferne gut sehen ohne die Brille zu wechseln. Damit dies optimal gelingt, müssen die Augen natürlich sehr genau ausgemessen und spezielle Brillengläser angefertigt werden. Wird dies nicht sorgfältig gemacht, kann es später zu Problemen beim Sehen kommen.

Doch selbst bei optimal angefertigten Gleitsichtgläsern, erschwert vielen der stufenlose Übergang von Nah- und Fernbereich die Eingewöhnung und sorgt für Verunsicherung. Die Übergangszone der Brille und die Randbereiche der Brille können die Sicht verzerren, wodurch es anfangs häufig zu Schwindelgefühlen kommt. Viele Patienten beklagen sich über Kopf- und Nackenschmerzen durch das ständige Anpassen der Kopfbewegungen an den jeweiligen Blickwinkel. Die Schwierigkeit liegt darin, den richtigen Winkel für den entsprechenden Sichtbereich herauszufinden. Auge und Gehirn benötigen Zeit, um sich an diese Umstellung gewöhnen.
Zusätzlich sind Gleitsichtbrillen recht teuer in der Anschaffung. Alle zwei Jahre sollten die Brille erneuert werden, wodurch regelmäßig neue Kosten entstehen.

Häufig sind es die die zuvor genannten Anpassungsprobleme, die dem Brillenträger die erste Zeit mit der Gleitsichtbrille erschweren. Wir haben für Sie einige Tipps zusammengestellt, die Ihnen die Eingewöhnung erleichtern.

Sieben Tipps zur Eingewöhnung:

  1. Achten Sie beim Kauf auf eine gute Qualität der Gläser. Nur so kann Ihr Sehvermögen optimal unterstützt werden.
  2. Lassen Sie beim Abholen Ihrer neuen Brille vom Optiker überprüfen, ob sie korrekt und gut sitzt und nirgendwo drückt.
  3. Sie benötigen etwas Geduld, um sich an die Gleitsicht zu gewöhnen. Finden Sie ganz in Ruhe heraus welche Kopfhaltung für welche Entfernung geeignet ist.
  4. Auch wenn es unangenehm sein kann, sollten Sie die Brille durchgehend tragen – nur so gewöhnen Sie sich an die neue Sicht. Wechseln Sie nicht zwischenzeitlich zu Ihrer alten Brille. Das verlängert die Eingewöhnung.
  5. Denken Sie daran, Ihren Kopf mitzudrehen, damit Sie nicht durch die unscharfen Bereiche der Brille schauen.
  6. Bei Gegenständen in der Nähe senken Sie nur Ihre Augen anstatt den ganzen Kopf – so vermeiden Sie Nackenschmerzen. Achtung: Beim Treppensteigen sollten Sie den Kopf senken, damit Sie nicht versehentlich durch den Nahbereich schauen.
  7. Fahren Sie mit Ihrer Gleitsichtbrille erst Auto, wenn Sie sich vollständig an sie gewöhnt haben! Drehen Sie beim Schulterblick den Kopf mit.

Probleme mit Gleitsichtbrillen am Computer

Wenn man sich an sie gewöhnt hat, sind Gleitsichtbrillen im Nah- und Fernbereich – also für den Alltag eine gute Lösung, sofern der Betroffene sich der Betroffene mit dem Tragen einer Brille grundsätzlich wohl fühlt. Schwierig wird es, wenn Sie längere Zeit am PC arbeiten, denn bei der mittleren Entfernung (Abstand zum PC-Bildschirm) schwächeln Gleitsichtbrillen. Dadurch muss der Kopf angewinkelt oder das Kinn eingezogen werden, um den Bildschirm scharf zu sehen. Dies führt auf Dauer zu Kopf- und Nackenschmerzen und mindert die Konzentration. Hier sollte man über eine Arbeitsplatzbrille nachdenken.

Gibt es Alternativen zu einer Gleitsichtbrille?

Als eine gute und nachhaltige Alternative zu Gleitsichtbrillen haben sich Linsenimplantationen bewährt. Durch das Ersetzen der natürlichen, alterssichtigen Linse durch eine künstliche, hochfunktionale Multifokallinse, kann eine Alterssichtigkeit lebenslang korrigiert werden.

Der Eingriff dauert nur ca. 10 Minuten pro Auge und kann das scharfe Sehen auf allen Distanzen wieder ermöglichen. Die meisten Patienten können nach einer Linsenimplantation im Alltag komplett auf eine Sehhilfe verzichten oder sie auf ein Minimum reduzieren.

Informieren Sie sich hier und finden Sie mehr über Behandlungsmöglichkeiten bei Alterssichtigkeit heraus.

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